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Bestatter des Jahres 2013: Die Laudatio


Bestatter des Jahres 2013 Die Laudatio Feedback


Unserem noch jungen Unternehmen wurde am 6.11.2013 im Rahmen des Deutschen Bestatter Kongresses auf dem Petersberg in Königswinter der Award „Bestatter des Jahres 2013“ verliehen.


Laudatio


Gehalten von einem der Juroren des Wettbewerbs:  Henner Knabenreich,
Geschäftsführer der knabenreich consult in Wiesbaden



"Als mich die Anfrage erreichte, ob ich als Juror beim Award „Bestatter des Jahres“ mit dabei bin, war ich schon etwas irritiert. 

Als „Normalsterblicher“ setzt man sich mit dem Thema Tod meistens erst dann auseinander, wenn es fast zu spät ist. Oder die anderen übernehmen diesen Part, weil man tatsächlich das Zeitliche gesegnet hat.

Als ich dann noch gehört habe, dass es bei dem Award um die Nutzung von Social Media in der Bestattungsbranche geht, wusste ich im ersten Moment nicht, ob das Ganze wirklich ernst gemeint ist. Nun denn, war es wohl – sonst stünde ich jetzt nicht hier.

Und ich stünde wohl kaum hier, wenn ich nicht einen Blogartikel über Personalmarketing in der Bestattungsbranche geschrieben hätte. Insofern bin ich selbst ein schönes Praxis-Beispiel für das, was man mit einem Engagement im Social Web erreichen kann.

Zumindest hier in Deutschland ist das Thema Tod ja bedingt durch Gesellschaft und Kirche eher tabuisiert. Man spricht nicht drüber, bis das Unvermeidliche geschieht. Und dann ist es zu spät. Es gibt Kulturen, da ist der Tod Teil des Lebens.

Schaut man nach Mexiko, so wird da der Tag der Toten, unser besinnliches, fast schon deprimierendes, Allerheiligen, als große Party gefeiert.
 
Auf Madagaskar werden die Toten bei der Famadihana sogar aus den Gräbern geholt, um Zuschriften und Feedback dann mit diesen und Freunden und Verwandten ein feucht-fröhliches Fest zu feiern.

Stellen Sie sich mal vor, Sie würden auf Facebook Ihre neuesten Urnenmodelle in Form eines Fußballs vorstellen, in Ihrer Chronik von der letzten Trauerfeier berichten und dafür jede Menge „Likes“ kassieren. Undenkbar? …

Gerade die sozialen Medien bieten unglaubliche Chancen, Transparenz zu schaffen und Einblicke in eine – zumindest in meiner Wahrnehmung – eher verschwiegene Branche zu geben.

Social Media bieten in einem bisher nicht gekannten Rahmen Möglichkeiten, das Thema zu enttabuisieren, greifbar zu machen - und das bis über den Tod hinaus.
So weiß ich nun, dass es Urnen sogar in Fußballform oder sogar als Bierkrug gibt. Letzteres könnte ich mir für mich ganz reizvoll vorstellen.

Natürlich verleiten Facebook & Co. aufgrund Ihrer Einfachheit schnell dazu, „mal eben“ etwas aus dem Boden zu stampfen. Kost ja nix!

Das aber alleine reicht nicht aus. Wichtig ist, das Ganze mit Leben und Leidenschaft zu füllen. Und das kann nicht jeder – wie die eine oder andere „Facebook-Leiche“ belegt.

Insofern war ich sehr gespannt, welche Ideen im Rahmen des Awards eingereicht würden. Und ich kann Ihnen sagen: meine anfängliche Skepsis wich letztendlich großer Begeisterung.

Ich war überrascht, auf welche Weise Facebook, Google+, Xing oder Blogs von Bestattern genutzt werden. Mit einer solchen Vielfalt hätte ich nicht gerechnet.

Allerdings zeigte sich bei zweitem Hinschauen sehr schnell, dass zwar der ein oder andere im Social Web vertreten ist, man das Engagement aber eher verhalten ist.

Wenn man überhaupt von Engagement sprechen kann. Aber wie heißt es so schön: Man kann nicht nicht kommunizieren. Und das gilt auch für Social Media.

Denn worauf kommt es an? Es geht um relevante Inhalte, die einen Mehrwert bieten. Und der Mehrwert von Social Media selbst ist der Dialog mit der Zielgruppe, mit den Menschen. Deswegen heißt das Ganze ja auch Social!

Und unser Gewinner hat genau das verstanden: Er nutzt Social Media so, wie es sein sollte: Er tritt in Dialog mit seinen Fans und Lesern und zeigt Wertschätzung. Er hat immer ein offenes Ohr und geht auf Kommentare ein. Und das Ganze unverstellt und unverkrampft, eben authentisch!

Und das schafft er nicht nur auf einer Plattform, er beherrscht eine ganze Klaviatur von Blog über Facebook sogar bis hin zu Xing. Und das regelmäßig, ohne redundante Inhalte und sogar rechtskonform.

Nun mag sich der ein oder andere fragen: Social Media und Tod und Bestattung – geht das zusammen?  Läuft das Spaßmedium Facebook nicht der besonderen Sensibilität der Branche zuwider? Nein. Im Gegenteil.

Auf Facebook oder Blogs gibt es sogar Profile von Verstorbenen, die Angehörigen und Freunden als Anker für Ihre Trauer dienen. Was spricht also dagegen, auf solchen Plattformen Aufklärung in Sachen Tod und Bestattung zu betreiben und in den Dialog mit Trauernden zu treten?

Genau das tut unser Preisträger wie kein Zweiter. Keiner der Teilnehmer setzt das so gut und überzeugend, keiner setzt das so authentisch und empathisch und mit so viel Herzblut um, wie unser Preisträger.

Wer das ist, verrät Ihnen jetzt ein anderer…"


 

 

Fragen und Antworten


Nach der Preisverleihung stellte Henner Knabenreich noch einige Fragen an Barbara Rolf:

Was hat Sie bewogen, das Social Web für Ihre Dienstleistungen zu nutzen, was war der Auslöser?

Ich bin ein Kontakt- und Netzwerk-Typ. Ich mag Menschen, kommuniziere gerne, schreibe gerne… Auf die verschiedenen Netzwerke wurde ich von Bekannten hingewiesen, habe mir das angeschaut und mich schnell dafür begeistern können. Es ist so einfach, wirkungsvoll und hat auch etwas „Spielerisches“. Ich war schon immer ein großer Fan von Spielen :-).

Seit wann sind Sie im Social Web aktiv?

Bei XING bin ich seit August 2008. Unseren Blog gibt es seit Mai 2011. Bei Facebook findet man uns seit Juli 2011. Youtube und Google+ haben wir erst im Sommer diesen Jahres in Angriff genommen.

Wie viel Zeit investieren Sie in Ihre Aktivitäten, wer ist alles involviert?

Ich denke, dass wir durchschnittlich eine halbe Stunde am Tag investieren MÜSSEN, verteilt auf drei Mitarbeitende. Weil es Spaß macht, wird es, wenn Zeit ist, oft auch mehr.

Woher kommen die Inhalte?

Wir erzählen von dem, was hier passiert, teilen unsere Fragen mit, das, was uns bewegt, ärgert, amüsiert, freut. Wir teilen interessante Links, die wir im www entdecken oder auf die wir hingewiesen werden. Wir weisen auf Veranstaltungen hin. Und vieles mehr.

Wie ist die Resonanz Ihrer Kunden?

Sehr, sehr positiv (sofern sie es überhaupt mitbekommen;-)). Mit vielen bleiben wir so auch nach dem Trauerfall noch verbunden, können uns mit ihnen austauschen, sie noch ein bisschen begleiten, auch wenn sie die Trauerbegleitungsangebote im Haus nicht nutzen können oder wollen.

Welchen Benefit hat das Ganze für Sie?

Wir können Meinungen abfragen, Dinge, in denen wir unsicher sind, zur Diskussion stellen – haben also hunderte von neutralen Beratern/innen, ohne Geld dafür auszugeben. Wir haben natürlich auch schon Aufträge generiert durch die Präsenz im www. Und das wird mehr. Es ist vor allem ein innerlicher Benefit. Wir entwickeln uns durch diesen Austausch, weiten unseren Horizont, lernen täglich dazu. Und es bringt Spaß :-)!

Was würden Sie Kollegen empfehlen, die auch den Einstieg ins Social Web wagen?

Wenn es im Team niemanden gibt, der im Social Web zu Hause ist und Spaß daran hat, beauftragen Sie jemanden, der die Erst-Einrichtung mit Ihnen gemeinsam macht und Ihnen erklärt, wie das alles funktioniert. Sonst könnte der Einstieg zu mühsam sein, zu zeitraubend (haben wir in der Regel nicht als Bestatter) und frustrierend.
Wenn es erst einmal läuft, werden Sie das mit links, nebenher und auch mit Freude bedienen. Wichtig ist, dass Sie viel eigenes posten und erzählen. Bilder wirken. Gefühle. Menschliches. Machen Sie keine Werbung, sondern kommunizieren Sie, gehen Sie in Kontakt mit anderen.
Lernen Sie, was gut funktioniert, was nicht. Vergessen Sie nicht, dass die meisten Lesenden nicht so vertraut sind mit unseren Themen und behutsam herangeführt werden. Achten Sie auf Ihre Sprache. Schreiben Sie korrekte Texte. Informieren Sie sich über das, was rechtlich zu beachten ist.
Nehmen Sie Stellung. Sie brauchen ein Profil. Haben Sie keine Angst vor negativen oder kritischen Kommentaren, sondern antworten Sie mit Bedacht und Verständnis oder lassen Sie es einfach stehen.
Antworten Sie auf Fragen. Enjoy!


Bestatter des Jahres 2013 Die Laudatio Feedback





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"Wer lachen kann, obwohl ihm nach weinen zumute ist, der bekommt wieder Lust am Leben." Genau darum geht es in diesem Seminar: Die Lust am Leben zu wecken. Die Lust, etwas ganz anderes zu probieren.

Filmtipps


"Die mit den Toten spricht"
Die SWR-Reporterin Andrea Lotter begleitete uns viele Monate lang bei unserer Arbeit, traf sterbende, verstorbene und trauernde Menschen, brachte sie und ihre besonderen Lebensphasen ins Bild.
(ARD-Mediathek)

Medien


Interview
mit Barbara Rolf im domradio zum Thema "Alles Urne oder was?"
Bestattungskultur im Wandel.
(ab Minute 33)


Literaturtipp


Kerstin Gernig porträtierte 21 Menschen, die zu ungewöhnlichen Unternehmern wurden. Eine von ihnen ist Barbara Rolf,

Hintergrundmusik


Titel:  1  |  2   | 3  |  4  |  5  |  6  |  7 



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