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Informationen rund um das "digitale Erbe"


In unserem digitalen und vernetzten Zeitalter gehören zum Nachlass nicht nur Geld, Immobilien oder materielle Güter, sondern fast immer auch ein "digitales Erbe" wie EMail-und Onlinebanking-Accounts, persönliche Internetseiten, Profile in sozialen Medien (Facebook, Twitter, Google usw.), Softwareprogramme und Apps auf Smartphones, Tablets oder PCs, Zugänge zu verschiedenen Internet-Diensten und vieles mehr.


Da ist es für die Hinterbliebenen oft sehr schwer einen Überblick über Zugänge, Verpflichtungen und Spuren im Netz zu bekommen und dann zu entscheiden, was mit den (oft sehr persönlichen) Daten des Verstorbenen passieren soll.

 

Vorsorge betreiben

Wer seinen Angehörigen umfangreiche Recherchen nach seinem Tod ersparen möchte, sollte entsprechend vorsorgen und alle Informationen zusammentragen:

Welche Geräte sind vorhanden?  Handy, Smartphone, Tablet, PC usw.

Mit welchen Anbietern sind Verträge abgeschlossen? Telekommunikation, Internetprovider, Service- und Softwareanbieter

Welche Accounts (Zugänge) sind mit welchen Passwörtern angelegt?
Lokale Installationen (Router, Modem, WLAN, Netzwerk, PCs usw.)
Online-Banking (Banken, Konten, Zugänge)
EMail-Anbieter (gmx, web.de, googlemail, arcor, freenet usw.)
Soziale Medien (facebook, twitter, XING usw.)
Globale Dienste (google, yahoo, bing usw.)
Clouds (Eigene Daten werden auf fremden Servern gespeichert, z.B. Bilder)
Medien (iTunes, videoload usw.)
Software (Online-Abonnements wie z.B. Lexware, Wiso Sparbuch usw.)

Welche Wünsche habe ich zu den persönlichen Daten?

Was soll mit digitalen Texten und Bildern passieren, wie soll mit den Daten in sozialen Netzwerken umgegangen werden, wer soll Einblick haben?

 

Überlegen Sie auch, wer später einmal Zugang zu welchen Diensten haben soll -
  und wer nicht.


Meist genügt ein Blatt Papier, um die digitalen Daten aufzulisten und dann so abzulegen, dass diese im Fall der Fälle auch den Hinterbliebenen zur Verfügung stehen.

Sie können dies handschriftlich erledigen, in einem Textprogramm erstellen, auf einem USB-Stick oder anderen Datenträger deponieren, zum Testament oder zu den Unterlagen für die Bestattungsvorsorge beifügen.


Ein Zwiespalt besteht:
Zum einen soll man ja Benutzernamen und Passwörter niemals weitergeben oder leicht zugänglich machen, dazu ist es ratsam, seine Passwörter regelmäßig zu ändern.
Auf der anderen Seite sollen aber gerade diese Daten Ihren Erben zur Verfügung stehen. Eine Patentlösung dazu gibt es nicht.

Wägen Sie Ihren speziellen Fall ab und suchen Sie eine individuelle Lösung. Vielleicht gibt es ja eine Person Ihres Vertrauens, die dafür zur Verfügung steht.

Seinen letzten Willen kann man übrigens nicht als Datei auf seinem Rechner hinterlassen, er wäre rechtlich bedeutungslos. Es gilt das klassische Erbrecht: ein Testament muss komplett per Hand verfasst oder von einem Notar beglaubigt werden.

Der Umgang mit dem digitalen Erbe


Wenn der Verstorbene entsprechende Vorsorge getroffen hat, ist der weitere Ablauf in der Regel sehr einfach. Holen Sie sich ggf. fachmännischen Rat, wenn Sie sich mit der einen oder anderen Frage nicht ganz sicher sind.


Ansonsten sollten Sie sich als Erstes einen Überblick über die laufenden Verpflichtungen verschaffen:

Wo sind Telefon und mobile Endgeräte angemeldet, wie hoch sind monatlichen Entgelte und wo werden diese abgebucht, wie lauten die Verträge und welche Kündigungsfristen sind einzuhalten.

Wenn keine Unterlagen vorhanden sind, finden sich in den Kontoauszügen zumindest Anbieter und Kundennummer. Damit lassen sich mit einem Anruf bei der Kundenhotline Details zum weiteren Vorgehen erfragen.

Grundsätzlich treten die Erben in die bestehenden Verträge des Verstorbenen ein und müssen daher auch für die monatlichen Abbuchungen gerade stehen. Daher sollten unbedingt die Kündigungsfristen erfragt und dann auch eingehalten werden, denn nur wenige Anbieter gewähren ein Sonderkündigungsrecht im Todesfall.


Auch weitere Verträge gehen mit dem Tod auf die Erben über, z.B. laufende Ebay-Auktionen, Amazon-Bestellungen oder online gebuchte Urlaubsreisen. Der Erbe müssen ggf. die versteigerten Dinge versenden, die Bestellungen bezahlen und (wenn noch möglich) die Urlaubsreise stornieren.

Ein wichtiger Tipp, sofern Sie Zugriff auf das oder die EMail-Konten des Verstorbenen haben:


Fast alle Anbieter senden auf Wunsch das Passwort an die im Account hinterlegte EMail-Adresse. So können Sie recht einfach an die entsprechenden Passwörter kommen.

Inzwischen gibt es auch einige Anbieter, die sich auf die Abwicklung des digitalen Nachlasses spezialisiert haben. Fachleute untersuchen dabei den Computer und die Internetspuren des Verstorbenen und machen Lösungsvorschläge, damit Sie entscheiden können, was mit den Daten passieren soll.

Im Trauerfall kann der digitale Nachlass für Angehörige mit erheblichen Kosten verbunden sein. Mit dem Online Schutzpaket von COLUMBA legen Sie fest, was mit dem digitalen Nachlass des Verstorbenen geschehen soll.


Die Firma Semno in Freiburg bietet auf ihrer Webseite eine ganze Reihe von möglichen Dienstleistungen rund um das digitale Erbe an.



 

Einige Anbieter im Einzelnen

TWITTER

Mit den Zugangsdaten kann der Account gelöscht werden, die Löschung wird dann nach 30 Tagen vorgenommen. Eine Anleitung dazu finden Sie hier.

Ohne Zugangsdaten wird die Sache etwas komplizierter, da die Account-Deaktivierungs-Anfrage dann (möglichst auf Englisch) zusammen mit einigen Unterlagen nach San Francisco geschickt werden muss. Eine Anleitung dazu hat Twitter inzwischen auch auf Deutsch ins Netz gestellt, diese finden Sie hier.


FACEBOOK
Das Löschen des Profils ist mit Zugangsdaten einfach…wenn man den richtigen Link kennt. Eine gute Anleitung zum Löschen bzw. Deaktivieren des Kontos finden Sie hier.

Ohne Zugangsdaten bietet Facebook zwei Möglichkeiten zur Beantragung an:

Zum einen das Profil komplett zu löschen, den Onlineantrag dazu finden Sie hier, es müssen dazu noch entsprechende Unterlagen wie z.B. Sterbeurkunde beigefügt werden.

Zum anderen das Profil in eine Art Gedenkzustand zu versetzen, den Onlineantrag dazu finden Sie hier, es müssen dazu noch entsprechende Unterlagen wie z.B. Todesanzeige beigefügt werden.

GOOGLE
Mit den Zugangsdaten kann das google-Konto mit allen zugehörigen Diensten gelöscht werden, eine Anleitung und Informationen dazu finden Sie hier.

Übrigens, seit kurzem bietet google einen Konto-Inaktivitäts-Manager an, mit dem man vorab selbst bestimmen kann, was mit Bildern, EMails und Dokumenten passieren soll, wenn man sein Konto nicht mehr selbst aufrufen kann. Eine Anleitung und Informationen dazu finden Sie (in eingeloggtem Zustand) hier.

Ohne Zugangsdaten muss man zuerst den Zugriff auf das Gmail-Konto des Verstorbenen in den USA beantragen. Eine Anleitung dazu auf Deutsch finden Sie hier.

MICROSOFT
Ohne Zugangsdaten muss mit Microsoft in den USA Kontakt aufgenommen werden, eine Anleitung mit vielen Informationen finden Sie hier.

XING
Mit den Zugangsdaten kann der Zugang umgehend gelöscht werden, eine Anleitung dazu finden Sie hier.


Ohne Zugangsdaten muss man XING anschreiben und mitteilen, dass eine Person verstorben ist. XING schaltet dann anscheinend das Profil eines Verstorbenen auf unsichtbar und versucht mit dem Mitglied Kontakt aufzunehmen. Wenn keine Rückmeldung erfolgt, wird der Account nach 3 Monaten gelöscht.

 

GMX
Zum Löschen von Konten und Verträgen muss man die Sterbeurkunde vorlegen, der Zugang zum Postfach des Verstorbenen wird nur den Erbberechtigten (Erbschein notwendig) gewährt. Eine sehr gute Anleitung mit Informationen finden Sie hier.

YAHOO
Yahoo gewährte keinen Zugriff auf Passwörter und Inhalte, es kann lediglich (mit der Sterbeurkunde) die Löschung des Accounts beantragt werden. Informationen dazu finden Sie hier.




Wie man sieht ist das Löschen von Profilen ohne Zugangsdaten ein schwieriger Weg, es ist zu hoffen, dass die Anbieter künftig noch einfachere Prozeduren anbieten.

Da sich täglich neue Informationen zu diesem Thema ergeben können, würden wir uns um eine kurze Nachricht über unser Kontaktformular freuen.




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16.  September 2017, 14 Uhr
"Wer lachen kann, obwohl ihm nach weinen zumute ist, der bekommt wieder Lust am Leben." Genau darum geht es in diesem Seminar: Die Lust am Leben zu wecken. Die Lust, etwas ganz anderes zu probieren.

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"Die mit den Toten spricht"
Die SWR-Reporterin Andrea Lotter begleitete uns viele Monate lang bei unserer Arbeit, traf sterbende, verstorbene und trauernde Menschen, brachte sie und ihre besonderen Lebensphasen ins Bild.
(ARD-Mediathek)

Medien


Interview
mit Barbara Rolf im domradio zum Thema "Alles Urne oder was?"
Bestattungskultur im Wandel.
(ab Minute 33)


Literaturtipp


Kerstin Gernig porträtierte 21 Menschen, die zu ungewöhnlichen Unternehmern wurden. Eine von ihnen ist Barbara Rolf,

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