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Wenn ein junger Erwachsener stirbt


Wenn ein Tod nicht unerwartet über eine Familie hereinbricht, sondern in Folge einer Lebensverkürzenden Diagnose eintritt, können sich der sterbenskranke Mensch selbst und die Angehörigen ein Stückweit auf den Abschied bzw. das Leben danach vorbereiten.

In dieser Zeit ist es für viele sehr hilfreich, bereits Unterstützung zu erhalten, um die verbleibende Zeit des Abschieds gut und stimmig zu gestalten. Das Erlebnis eines bewussten Abschiednehmens kann Kraft geben für den weiteren Trauerweg. 



Wenn ein junger Mensch durch einen plötzlichen und unerwarteten Tod aus dem Leben gerissen wird, ist es für viele Angehörigen so, als würden sie den Boden unter den Füßen verlieren.

Gerade wenn die Zeit der Vorbereitung auf dieses Ereignis, auf diese Trennung fehlte, ist es von Bedeutung, inne zu halten. Nehmen Sie sich Zeit. Eine zu rasche Beerdigung ist für viele Trauernde problematisch und führt oft zu einer erschwerten Trauerverarbeitung.

Soweit Angehörige oder Freund/innen es möchten, werden sie in alle unsere Abläufe mit einbezogen. Sie können Sarg, Kreuz, Grabtafel oder Urne selbst gestalten. Bei Überführung, Ankleiden und Einbetten nehmen wir Sie gerne mit, und auch die Gestaltung der Abschiedsräume kann von Ihnen selbst übernommen werden.

Wenn Sie eine Abschiedszeit zu Hause wünschen, versuchen wir, das zu ermöglichen (auch dann, wenn der Tod an einem anderen Ort eingetreten ist). Es kann für Familie und Freund/innen hilfreich sein, in der vertrauten Umgebung Abschied zu nehmen, viel Zeit bei dem verstorbenen Menschen zu verbringen.

Hier finden Sie einige Anregungen für die Gestaltung der Zeit zwischen Tod und Bestattung. Es sind Möglichkeiten, aber kein Muss.

  • Sie können eigene Kleidung auswählen, bei Versorgung, Anziehen und Einbettung dabei sein. 

  • Ein Fingerabdruck oder eine Haarsträhne können zu wertvollen Erinnerungen werden. 

  • Wenn Sie das möchten, kann ein Foto von dem verstorbenen Menschen gemacht werden. Für Angehörige, die in diesem Moment nicht bei einer offenen Aufbahrung Abschied nehmen können oder möchten, mag das Bild vielleicht (viel) später eine wichtige Erinnerung sein.

  • Sie dürfen den Sarg außen und innen selbst gestalten, zum Beispiel mit Farbe, Fotos, Bildern, Texten, eigener Decke und Kissen. 

  • Gibt es Bücher, Gegenstände, Briefe, Blumen, einen Talisman oder Ähnliches, das mit in den Sarg gelegt werden soll? 

  • Möchten Kinder noch etwas malen oder schreiben, das von ihnen selbst oder von anderen in den Sarg gelegt wird? 

  • Wie soll die Einladung zur Trauerfeier/Beerdigung sein? Trauerkarten und -anzeigen können sehr individuell gestaltet werden.


  • Ideen für die Gestaltung der Trauerfeier:
    Welchen Rahmen soll die Trauerfeier haben?
    Wer soll dazu eingeladen werden?
    Möchte jemand von der Familie oder Freund/innen selbst etwas sagen oder musizieren?
    Es kann eine Fotocollage gestaltet werden, die bei der Trauerfeier aufgestellt wird oder eine Bilderpräsentation gezeigt werden.
    Gibt es bestimmte Musikstücke, die der/dem Verstorbenen wichtig waren und abgespielt werden sollen?
    Sollen die Trauergäste in schwarzer, heller oder bunter Kleidung kommen? Familienmitglieder oder Freund/innen können den Sarg selbst zum Grab tragen. 

Wenn ein Elternteil stirbt, ist es wichtig, trotz eigener schwerer Situation die Kinder in ihrer Trauer nicht zu übersehen und sie - soweit möglich - in alles mit einzubeziehen. Sowohl kleinere als auch größere Kinder haben ein Recht auf ihre eigene Trauer und darauf, Abschied zu nehmen.

Sie sollten mit eingebunden werden, soweit sie dies selbst wollen.

Der Anblick der toten Mutter oder des toten Vaters kann in aller Regel auch kleineren Kindern zugemutet werden – damit wird ihnen die Möglichkeit gegeben, den (für sie umso abstrakteren) Tod zu begreifen und möglichen beunruhigenden Phantasien entgegenzuwirken.



Oftmals haben Kinder Gestaltungsideen und sind froh, wenn sie diese einbringen dürfen und Aufgaben übernehmen können. Insbesondere kleinere Kinder fühlen sich oft unerfindlich schuldig für den Tod eines nahestehenden Menschen. Es ist für sie entlastend, ihnen in aller Deutlichkeit zu sagen, dass sie nicht schuld am Tod sind.

Insbesondere wenn der verstorbene Mensch (kleine) Kinder hinterlässt, bricht beim Tod des Partners/der Partnerin eine Welt zusammen und das Weiterleben als veränderte Familie ist schmerzhaft und schwierig.



Neben der Trauer als Partner oder Partnerin ist die Sorge um die Kinder belastend und oft besteht der Druck, das fehlende Elternteil ersetzen zu müssen. Hilfreich ist der Austausch mit Menschen, die ein vergleichbares Schicksal und ähnliche Herausforderungen zu bewältigen haben.

Dies ist möglich in Internet-Foren (z. B. www.verwitwet.de ) oder in Trauergruppen vor Ort. Möglicherweise gibt es spezielle Trauer- (Selbsthilfe-) Gruppen für Verwitwete (mit Kindern), die sich auch gemeinsamer Freizeitgestaltung widmen und sich untereinander Unterstützung im Alltag geben. 


Literaturempfehlungen:

Gerd Laudert-Ruhm / Susanne Oberndörfer: Und das Leben bekommt mich
zurück. Ein Lesebuch (nicht nur) für Verwitwete. Stuttgart, 2006.
Eine gelungene Zusammenstellung von Berichten Betroffener, die Mut zum Weiterleben machen.

Chris Paul: Wie kann ich mit meiner Trauer leben? Ein Begleitbuch. Gütersloh, 2007.
Die Trauerbegleiterin ermutigt Trauernde auf ihrem Weg und begleitet einfühlsam durch
die verschiedensten Emotionen.

Antje Uffmann: Mit meiner Trauer weitergehen. 365 Wege durch die Jahreszeiten des
Lebens. Stuttgart, 2008.
An jedem Tag des Jahres hilft dieses kreative Buch mit ungewöhnlichen Anregungen und kleinen Übungen durch den Trauer-Alltag.


Viele weitere Literaturhinweise finden Sie hier.




„Steht nicht an meinem Grab und weint,
ich bin hier nicht, ich schlafe nicht.
Ich bin die tausend Winde,
das Diamantglitzern auf dem Schnee.
Ich bin der Sonnenschein auf reifem Korn,
ich bin der sanfte Herbstregen.
Wenn ihr aufwacht in der Morgenstille,
bin ich der schnelle Flügelschlag
stiller Vögel in kreisendem Flug.
Ich bin der Stern, sein mildes Licht in der Nacht.
Steht nicht an meinem Grab und weint,
ich bin hier nicht…

(Gesang der Navajo)



Musiktitel

Herbert Grönemeyer: „Der Weg“

Nena: „Du bist überall“

Klaus Hoffmann: „Mein Weg ist mein Weg“







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Veranstaltungen


Café ZeitenWende
6.  September 2017, 16 Uhr
Treffpunkt für Menschen
in Trauer

Lachen trotz und alledem - Ein Seminar für Menschen in Trauer
16.  September 2017, 14 Uhr
"Wer lachen kann, obwohl ihm nach weinen zumute ist, der bekommt wieder Lust am Leben." Genau darum geht es in diesem Seminar: Die Lust am Leben zu wecken. Die Lust, etwas ganz anderes zu probieren.

Filmtipps


"Die mit den Toten spricht"
Die SWR-Reporterin Andrea Lotter begleitete uns viele Monate lang bei unserer Arbeit, traf sterbende, verstorbene und trauernde Menschen, brachte sie und ihre besonderen Lebensphasen ins Bild.
(ARD-Mediathek)

Medien


Interview
mit Barbara Rolf im domradio zum Thema "Alles Urne oder was?"
Bestattungskultur im Wandel.
(ab Minute 33)


Literaturtipp


Kerstin Gernig porträtierte 21 Menschen, die zu ungewöhnlichen Unternehmern wurden. Eine von ihnen ist Barbara Rolf,

Hintergrundmusik


Titel:  1  |  2   | 3  |  4  |  5  |  6  |  7 



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